Unser Bild vom Menschen

Unsere pädagogische Arbeit gründet sich auf die Zuwendung Jesu Christi zu den Kindern. Im Zusammenleben sind wir für die Kinder Vorbild für ein religiöses Lebensbild und ihr Wegbegleiter in unserem christlichen Alltag. Wir bringen unsere Vorstellungen von Glaube, Liebe und Hoffnung im Umgang mit Kindern ein und greifen ihre Fragen und Antworten auf. Wir regen die Kinder auch an, Verantwortung für sich und andere sowie für die Schöpfung zu übernehmen. Als Grundlage des Handelns und der Wertevermittlung sind uns die 10 Gebote gegeben. In einer vertrauensvollen Atmosphäre entwickeln wir mit den Kindern Möglichkeiten zur konstruktiven Auseinandersetzung und achten dabei auf die Schwächen und Stärken der Kinder.

Unser Bild vom Kind

Das konstruktivistische Bild vom Kind, welches im Sächsischen Bildungsplan verankert ist, beschreibt das Kind als sozialen Akteur oder „Akteur seiner Selbst“ . Diese Formulierung meint, dass jedes Kind die Rolle als Hauptfigur seiner eigenen Entwicklung innehat und Mit- Produzent seiner persönlichen Entwicklung ist. Lernen muss einen persönlichen Sinn ergeben (vgl. Sächsischer Bildungsplan). Die PädagogInnen des Kinderhauses gehen von einer Didaktik des forschenden Lernens beim Kind aus. Diese nimmt die Fragestellung der Kinder auf und macht Wege ausfindig, auf denen die Kinder ihr Weltbild entwickeln, differenzieren und mit kulturellen Bezügen erweitern können. Jedes Kind sollte sich einmal am Tag als „Könner“ in unserem Haus erleben.

Eingewöhnung im TrinitatisKinderhaus

Mit dem Eintritt der Mädchen und Jungen in die Kindertageseinrichtung erweitern sich die Lebenswelten von Familien und Kindern, denn sie erfahren neue Beziehungen. Die Kinder müssen sich in unbekannten Räumen zurechtfinden, sie begegnen fremden Erwachsenen und neuen Regeln und sind mit vielen anderen Kindern zusammen. Der Tagesrhythmus verläuft anders als bisher und bedeutet eine mehrstündige Trennung von den Eltern.

Die Eingewöhnung der Kinder erfordert eine gute Vorbereitung und stellt die Grundlage für eine wertschätzende und respektvolle Zusammenarbeit zwischen den Familien und der Kindertageseinrichtung dar. Deshalb gibt es in unserem Haus ein sanftes Modell für den Eingewöhnungsprozess. Dafür sollten  Eltern oder enge Bezugspersonen mindestens fünf Tage zur Begleitung des Kindes einplanen. Ganz allmählich kann das Kind zu seiner Bezugserzieherin Vertrauen aufbauen. Wir schränken die Zeitspanne nicht ein, in der Eltern ihre Kinder zur Eingewöhnung begleiten. Grundlage bildet ein zwischen Eltern und Bezugserzieherin abgestimmter Zeitplan, der eine individuelle Eingewöhnung garantiert. Während dieser Zeit sind die Eltern ein sicherer „Hafen“ für ihr Kind. Sie sollten sich in diesen Tagen eher passiv verhalten, einfach „da sein“.

Begleitend laden wir die Eltern zu einem Erstgespräch ein, um die Vertrauensbasis zwischen Eltern und der Bezugserzieherin zu schaffen. Wir legen Wert auf eine gestaffelte Eingewöhnung der Kinder, um jedem Kind die nötige Aufmerksamkeit in dieser sensiblen Phase zukommen zu lassen. Arbeitsbeginn des Elternteiles und die Eingewöhnung des Kindes in unsere Einrichtung sollten nicht gleichzeitig stattfinden. Die Eingewöhnung kann manchmal über einen Monat dauern. Eltern und Kind sollten sich die gemeinsame Zeit zugestehen, die sie in diesem neuen Lebensabschnitt brauchen.

Das bedeutet für uns in der pädagogischen Arbeit:

Unser Grundsatz:

So sanft wie möglich für Kind und Eltern.

Genaue Beobachtung der sich anbahnenden Bindungsbeziehung zwischen Kind und Erzieherin und die Kommunikation mit den Eltern bildet die Grundlage unseres individuellen Eingewöhnungsmodells. Unsere ErzieherInnen beobachten sensibel die ersten Ablösungsschritte des Kindes und reagieren entsprechend darauf. So können begleitende Eltern z.B. das Gruppenzimmer für einige Zeit verlassen.

Wir haben gerade bei den Jüngsten immer zwei ErzieherInnen in der Gruppe.

So können die Kinder wählen, welcher ErzieherIn sie zunächst ihr Vertrauen schenken.


zurück nach oben