Mit dem Eintritt der Mädchen und Jungen in die Kindertageseinrichtung erweitern sich die Lebenswelten von Familien und Kindern, denn sie erfahren neue Beziehungen. Die Kinder müssen sich in unbekannten Räumen zurechtfinden, sie begegnen fremden Erwachsenen und neuen Regeln und sind mit vielen anderen Kindern zusammen. Der Tagesrhythmus verläuft anders als bisher und bedeutet eine mehrstündige Trennung von den Eltern.
Die Eingewöhnung der Kinder erfordert eine gute Vorbereitung und stellt die Grundlage für eine wertschätzende und respektvolle Zusammenarbeit zwischen den Familien und der Kindertageseinrichtung dar. Deshalb gibt es in unserem Haus ein sanftes Modell für den Eingewöhnungsprozess. Dafür sollten Eltern oder enge Bezugspersonen mindestens fünf Tage zur Begleitung des Kindes einplanen. Ganz allmählich kann das Kind zu seiner Bezugserzieherin Vertrauen aufbauen. Wir schränken die Zeitspanne nicht ein, in der Eltern ihre Kinder zur Eingewöhnung begleiten. Grundlage bildet ein zwischen Eltern und Bezugserzieherin abgestimmter Zeitplan, der eine individuelle Eingewöhnung garantiert. Während dieser Zeit sind die Eltern ein sicherer „Hafen“ für ihr Kind. Sie sollten sich in diesen Tagen eher passiv verhalten, einfach „da sein“.
Begleitend laden wir die Eltern zu einem Erstgespräch ein, um die Vertrauensbasis zwischen Eltern und der Bezugserzieherin zu schaffen. Wir legen Wert auf eine gestaffelte Eingewöhnung der Kinder, um jedem Kind die nötige Aufmerksamkeit in dieser sensiblen Phase zukommen zu lassen. Arbeitsbeginn des Elternteiles und die Eingewöhnung des Kindes in unsere Einrichtung sollten nicht gleichzeitig stattfinden. Die Eingewöhnung kann manchmal über einen Monat dauern. Eltern und Kind sollten sich die gemeinsame Zeit zugestehen, die sie in diesem neuen Lebensabschnitt brauchen.
Das bedeutet für uns in der pädagogischen Arbeit:
Unser Grundsatz:
So sanft wie möglich für Kind und Eltern.
Genaue Beobachtung der sich anbahnenden Bindungsbeziehung zwischen Kind und Erzieherin und die Kommunikation mit den Eltern bildet die Grundlage unseres individuellen Eingewöhnungsmodells. Unsere ErzieherInnen beobachten sensibel die ersten Ablösungsschritte des Kindes und reagieren entsprechend darauf. So können begleitende Eltern z.B. das Gruppenzimmer für einige Zeit verlassen.
Wir haben gerade bei den Jüngsten immer zwei ErzieherInnen in der Gruppe.
So können die Kinder wählen, welcher ErzieherIn sie zunächst ihr Vertrauen schenken.